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Wie resilient bist du? So erkennst du deine Stärken und nutzt sie als Ressource

14. Aug.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Aug.



Deine Schwächen kennst du ziemlich genau, oder?

Wir wissen oft erstaunlich genau, was wir nicht können. Was uns schwerfällt. Wo wir uns verbessern sollten. Und was andere scheinbar viel besser beherrschen.

Doch wie oft nehmen wir uns bewusst Zeit für die andere Seite?

Was kann ich eigentlich richtig gut? Was gibt mir Kraft? Worauf kann ich mich verlassen – auch wenn es gerade schwierig wird?

Unsere persönlichen Stärken sind weit mehr als Eigenschaften, auf die wir stolz sein können. Sie sind Ressourcen. Sie helfen uns, Herausforderungen zu bewältigen, Entscheidungen zu treffen, Beziehungen zu gestalten und auch in stressigen Zeiten bei uns zu bleiben.

Zwei Frauen stehen auf einem Sandplatz, hinter dem die untergehende Sonne durch eine Baumkrone leuchtet. Die große Frau schaut nachdenklich in Richtung Sonne, die kleinere Frau mit Hut redet zu ihr.
Welche Stärken hast du? Andere sehen oft mehr, als wir selbst von uns wahrnehmen.

Stärken sind nicht immer das, was wir denken

Wenn wir an Stärken denken, fallen uns häufig Begriffe wie Durchsetzungsvermögen, Kreativität, Organisationstalent oder Kommunikationsfähigkeit ein.

Aber Stärke kann auch ganz anders aussehen.

Vielleicht kannst du besonders gut zuhören. Du bewahrst auch in hektischen Situationen den Überblick. Du hast ein gutes Gespür für Menschen. Du findest immer wieder neue Lösungen. Du kannst andere motivieren. Oder du hast die Fähigkeit, Dinge geduldig und beharrlich zu verfolgen.

Manche Stärken erscheinen uns so selbstverständlich, dass wir sie gar nicht als Stärke wahrnehmen.

„Das kann doch jeder.“

Nein. Genau das ist häufig der Punkt.

Was für dich selbstverständlich ist, kann für einen anderen Menschen eine besondere Fähigkeit sein.


Der Blick auf die eigenen Ressourcen verändert etwas

Wenn wir unseren Blick bewusst auf unsere Stärken richten, verändert sich unsere Selbstwahrnehmung.

Statt ständig zu überlegen:

„Was muss ich noch lernen?“

kann eine andere Frage entstehen:

„Was habe ich bereits in mir, das mir helfen kann?“

Das bedeutet nicht, die eigenen Schwächen zu ignorieren. Es geht vielmehr um eine andere Balance.

Wer seine Ressourcen kennt, kann bewusster mit seinen Herausforderungen umgehen.

Ein Mensch, der beispielsweise weiß, dass er sehr gut zuhören und unterschiedliche Perspektiven miteinander verbinden kann, kann diese Fähigkeit gezielt in Konfliktsituationen einsetzen.

Wer weiß, dass er auch in unübersichtlichen Situationen ruhig bleibt, kann diese Stärke nutzen, wenn plötzlich Entscheidungen getroffen werden müssen.

Und wer seine Kreativität kennt, muss nicht jede Herausforderung auf dem klassischen Weg lösen.


Stärken werden erst dann zu Ressourcen, wenn wir sie einsetzen

Eine Stärke allein verändert noch nicht viel.

Erst wenn wir sie bewusst einsetzen, wird sie zu einer Ressource.

Das kann im beruflichen Alltag genauso geschehen wie im privaten Leben.

Vielleicht stellst du fest, dass deine Stärke darin liegt, Menschen miteinander zu verbinden. Dann kannst du diese Fähigkeit gezielt nutzen, wenn ein Team festgefahren ist.

Vielleicht bist du sehr ausdauernd. Dann kann diese Eigenschaft dir helfen, ein Projekt auch dann weiterzuverfolgen, wenn die ersten Schwierigkeiten auftauchen.

Oder du besitzt eine ausgeprägte Intuition und bemerkst früh, wenn etwas nicht stimmt. Auch das kann eine wertvolle Ressource sein – insbesondere dann, wenn du lernst, diese Wahrnehmung mit Fakten und Erfahrungen zu verbinden.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: „Welche Stärken habe ich?“

Sondern:

„Wie kann ich meine Stärken in meinem Leben bewusst nutzen?“


Eine kleine Übung: Dein persönlicher Ressourcen-Schatz

Nimm dir ein paar Minuten Zeit, nimm Stift und Zettel und beantworte dir diese Fragen:

  • Was gelingt mir meistens gut?

  • Wofür fragen mich andere Menschen häufig um Hilfe?

  • Welche Eigenschaften haben mir schon in schwierigen Situationen geholfen?

  • Wann fühle ich mich besonders kompetent und sicher?

  • Was gibt mir Energie?

  • Für welche meiner Fähigkeiten und Eigenschaften habe ich schon öfter positive Rückmeldungen bekommen?

  • Auf welche drei Eigenschaften konnte ich mich in meinem Leben immer wieder verlassen?

Und dann noch eine wichtige Frage:

  • Was würde sich verändern, wenn ich diese Stärken im Alltag bewusster einsetzen würde?

Vielleicht entsteht dabei eine ganz neue Perspektive auf dich selbst.


Raus aus dem Vergleichen, rein ins eigene Leben

Ein weiterer wichtiger Schritt ist, dich weniger mit anderen zu vergleichen.

Denn wenn wir uns ständig daran messen, was andere können, verlieren wir leicht den Blick für unsere eigenen Fähigkeiten.

Der eine Mensch ist spontan und mutig. Der andere überlegt gründlich und handelt bedacht.

Der eine geht schnell auf andere zu. Der andere schafft Vertrauen durch seine ruhige und aufmerksame Art.

Der eine liebt Veränderungen. Der andere gibt Stabilität.

Es geht nicht darum, dass du möglichst viele Stärken besitzt: Es geht darum, deine eigenen Stärken zu kennen und sinnvoll einzusetzen!


Warum Natur dabei helfen kann

Gerade in der Natur fällt es vielen Menschen leichter, aus dem gewohnten Gedankenkarussell auszusteigen.

Zwischen Bäumen, auf einer Wiese oder in der Heide gibt es weniger Ablenkung. Der Kopf wird ruhiger. Wahrnehmung und Aufmerksamkeit verändern sich.

Und manchmal entsteht genau dadurch Raum für Fragen, die im hektischen Alltag keinen Platz haben:

  • Was macht mich eigentlich aus?

  • Was kann ich?

  • Was gibt mir Kraft?

  • Und was möchte ich mit diesen Ressourcen in meinem Leben anfangen?

Eine Auszeit in der Natur kann deshalb mehr sein als Erholung. Sie kann ein Perspektivwechsel sein.


Deine Stärken gehören zu dir

Du musst nicht erst ein anderer Mensch werden, um dein Leben zu verändern.

Manchmal beginnt Veränderung damit, die eigenen Fähigkeiten wieder wahrzunehmen.

Vielleicht hast du mehr Stärke, Klarheit, Kreativität, Mut oder Gelassenheit in dir, als du gerade glaubst.

Deine Stärken sind bereits da. Die Frage ist nur, ob du sie kennst – und ob du ihnen Raum gibst.

Genau dafür kann eine bewusste Auszeit wertvoll sein: innehalten, Abstand gewinnen, sich selbst wieder wahrnehmen und entdecken, was bereits in einem steckt.


Zeit für dich

Bei „Zeit für dich“ geht es genau darum: raus aus dem Alltag, Abstand gewinnen und wieder stärker mit sich selbst in Verbindung kommen.

Die Natur bietet dabei den Raum, um zur Ruhe zu kommen, neue Perspektiven zu entwickeln und die eigenen Ressourcen wieder bewusst wahrzunehmen.

Denn manchmal brauchen wir nicht mehr von außen. Manchmal müssen wir nur wieder entdecken, was längst in uns steckt.


Über uns

Ich bin Marion Thishen-Hendess. Nach 30 Jahren im Büro habe ich mich 2023 zurück zu meinen Wurzeln orientiert. Ich bin freiberufliche, zertifizierte Naturführerin und Coach. Ich liebe es, durch den Wald zu stromern, Kräuter und Pilze zu entdecken und sammeln, Tiere zu beobachten und einfach runter zu kommen.

Wenn du das auch gerne magst, folge mir auf Instagram / Facebook - und schau gern mal auf meiner Homepage vorbei:

Zusammen mit meiner Kollegin Stephanie Fister gestalte ich unser Retreat-Wochenende "Zeit für dich - Zurück zu dir!" - von Frauen für Frauen - im Oktober in der Heide.

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