Schauspieltherapeutisches Coaching: Dein Selbst entdecken und mehr bei dir ankommen
- Marion Thishen-Hendess

- vor 20 Stunden
- 4 Min. Lesezeit
Was ist schauspieltherapeutisches Coaching?
Geht es dabei um Schauspielunterricht, Präsentationstraining oder darum, eine Rolle möglichst überzeugend zu spielen?
Nein.
Schauspieltherapeutisches Coaching nutzt Methoden aus dem Schauspiel, um einen neuen Zugang zu Körper, Gefühlen, Ausdruck und dem eigenen Selbstbild zu ermöglichen. Es geht nicht darum, eine perfekte Performance abzuliefern. Es geht darum, dich selbst wieder bewusster wahrzunehmen und herauszufinden:
Wer bin ich, wenn ich nicht funktionieren oder Erwartungen erfüllen muss?
Genau diese Erfahrung kannst du auch in unserem Frauen-Retreat „Zeit für dich – zurück zu dir“ machen.

Was bedeutet schauspieltherapeutisches Coaching?
Schauspiel und schauspieltherapeutisches Coaching haben zwar gemeinsame Wurzeln, verfolgen aber unterschiedliche Ziele.
Im Schauspiel lernen Darstellerinnen und Darsteller, ihren Körper, ihre Stimme, Sprache, Mimik, Gestik und Körperhaltung bewusst einzusetzen. Gedanken und Gefühle werden genutzt, um eine Figur glaubwürdig zu verkörpern.
Eine Schauspielerin fragt beispielsweise:
Was denkt meine Figur? Was fühlt sie? Was möchte sie? Warum handelt sie so?
Die innere Welt einer Figur beeinflusst dabei ihren äußeren Ausdruck.
Genau dieser Zusammenhang kann auch für die persönliche Entwicklung interessant sein.
Denn unser eigener Körper erzählt ebenfalls eine Geschichte.
Wie wir stehen, gehen, sprechen und atmen, kann damit zusammenhängen, wie wir uns gerade fühlen und wie wir uns selbst erleben.
Das Drama beginnt im Inneren
Gute Schauspielerinnen und Schauspieler wissen: Eine Figur sagt nicht immer das, was sie tatsächlich denkt oder fühlt.
Vielleicht sagt eine Figur „Es ist alles in Ordnung“, während sie innerlich verletzt, wütend oder traurig ist.
Dieser innere Widerspruch ist ein wesentlicher Bestandteil des Schauspiels.
Und wenn du einmal beginnst, Schauspiel auf diese Weise zu betrachten, entsteht eine interessante Frage:
Wie oft erleben wir selbst einen solchen inneren Widerspruch?
Vielleicht sagst du:
„Alles gut.“
Obwohl du eigentlich erschöpft bist.
Vielleicht lächelst du freundlich, obwohl du dich über etwas ärgerst.
Vielleicht sagst du „Ja“, obwohl dein inneres Gefühl ganz klar „Nein“ sagt.
Oder du funktionierst im Alltag, obwohl ein Teil von dir sich eigentlich nach Veränderung, Ruhe oder mehr Lebendigkeit sehnt.
Was Schauspiel mit persönlicher Entwicklung zu tun hat
Theaterfiguren erleben häufig eine Entwicklung.
Sie starten an einem bestimmten Punkt, werden mit Herausforderungen konfrontiert, entdecken neue Fähigkeiten und verändern sich dadurch.
Diese sogenannte Heldenreise findet sich in vielen Geschichten.
Und auch unser eigenes Leben lässt sich als eine Reise betrachten.
Wir entwickeln uns weiter, lernen neue Fähigkeiten und entdecken Seiten an uns, die vielleicht lange verborgen waren.
Deshalb kann die Arbeit mit Rollen, Figuren und Geschichten einen spannenden Perspektivwechsel ermöglichen:
Was wäre, wenn ich mich selbst einmal aus einer anderen Perspektive betrachten würde?
Welche Eigenschaften würde mein ideales Selbst besitzen?
Welche Entscheidungen würde diese Version von mir treffen?
Und wie würde sie sich im Alltag bewegen?
Schauspieltherapeutisches Coaching ist keine Performance!
Ein wichtiger Punkt: Beim schauspieltherapeutischen Coaching geht es nicht darum, besonders gut schauspielern zu können.
Du musst keine Schauspielerin sein.
Du musst keine Texte auswendig lernen.
Du musst keine Rolle perfekt darstellen.
Und du musst auch niemandem etwas vorspielen.
Stattdessen können spielerische Methoden dabei helfen, wieder einen besseren Zugang zu eigenen Gefühlen, Körperwahrnehmung und authentischem Ausdruck zu bekommen.
Dabei können beispielsweise folgende Methoden eingesetzt werden:
Improvisationsspiele
Arbeit mit Märchen und Geschichten
therapeutisches Maskenspiel
Puppenspiel
Körperwahrnehmungsübungen
Atemübungen
Übungen zu Stimme und Ausdruck
Arbeit mit Rollen und inneren Bildern
Welche Methode eingesetzt wird, hängt immer vom jeweiligen Menschen und seinem persönlichen Anliegen ab.
„Wer ist mein ideales Selbst?“
Eine einfache Übung kannst du direkt ausprobieren.
Nimm dir ein paar Minuten Zeit und stelle dir dein ideales Selbst vor.
Nicht die perfekte Version von dir.
Nicht die Frau, die alle Erwartungen erfüllt.
Sondern die Version von dir, die sich wirklich stimmig und authentisch anfühlt.
Frage dich:
Wie bewegt sie sich?
Geht sie schnell oder langsam?
Wie steht sie?
Wie atmet sie?
Wie spricht sie?
Ist ihre Stimme ruhig, klar, lebendig oder kraftvoll?
Wie kleidet sie sich?
Was trägt sie, weil es ihr gefällt – und nicht, weil es von ihr erwartet wird?
Wo lebt sie?
Wie sieht ihr Umfeld aus?
Wie verbringt sie ihren Tag?
Was tut sie regelmäßig?
Was lässt sie bewusst weg?
Welche Gefühle erlaubt sie sich?
Und vielleicht die wichtigste Frage:
Was würde sie heute anders machen als du?
Du musst nicht sofort Antworten auf alle Fragen finden.
Allein die Beschäftigung mit diesen Fragen kann einen neuen Blick auf dich selbst eröffnen.

Vom Tun zum Sein
Viele Menschen verbringen einen großen Teil ihres Lebens damit, etwas zu tun:
arbeiten, organisieren, funktionieren, planen, helfen, Verantwortung übernehmen.
Dabei kann die Frage nach dem eigenen Sein in den Hintergrund geraten.
Wer bin ich eigentlich?
Was macht mich aus?
Was brauche ich?
Was möchte ich erleben?
Welche Seiten von mir möchte ich wieder stärker leben?
Schauspieltherapeutische Methoden können dabei einen spielerischen Zugang schaffen.
Du darfst ausprobieren, ohne sofort eine endgültige Antwort finden zu müssen.
Zurück zu dir – im Frauen-Retreat
Genau hier setzt unser Frauen-Retreat „Zeit für dich – zurück zu dir“ an.
In geschützter Atmosphäre kannst du neue Perspektiven auf dich selbst entdecken, verschiedene Methoden ausprobieren und dir Zeit für deine persönliche Entwicklung nehmen.
Dabei geht es nicht darum, eine neue Rolle zu erfinden.
Im Gegenteil:
Es geht darum, die Rolle loszulassen, die du vielleicht schon viel zu lange spielst.
Vielleicht entdeckst du dabei Seiten an dir, die im Alltag wenig Raum bekommen.
Vielleicht deine Kreativität.
Vielleicht deine Lebendigkeit.
Vielleicht deine Klarheit.
Vielleicht deine Grenzen.
Oder einfach die Freude daran, wieder mehr du selbst zu sein.
Dein ideales Selbst muss keine Rolle bleiben
Vielleicht ist dein ideales Selbst gar nicht so weit von dir entfernt, wie du denkst.
Vielleicht kennt sie bereits die Antworten.
Vielleicht weiß sie, wann ein „Nein“ richtig ist.
Vielleicht erlaubt sie sich Pausen.
Vielleicht zeigt sie ihre Gefühle.
Vielleicht nimmt sie sich selbst wichtig.
Und vielleicht geht es bei persönlicher Entwicklung nicht darum, jemand anderes zu werden.
Sondern darum, immer mehr die Frau zu sein, die du eigentlich bist.
Zeit für dich – zurück zu dir.
Entdecke im Retreat spielerische Methoden aus Schauspiel, Coaching und persönlicher Entwicklung und finde deinen eigenen Weg zu mehr Authentizität, Selbstwahrnehmung und innerer Freiheit.
Hier findest du mehr über uns: retreat-zeitfuerdich.de



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